Deutscher Kinderschutzbund

Kreisverband Soest e.V.

Tag der gewaltfreien Erziehung

"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.

Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und

andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig." (§ 1631 BGB, Abs. 2)

Dieser Satz im Bürgerlichen Gesetzbuch bringtauf den Punkt, wofür Kinderschutzorganisationen lange gekämpft haben: Die 

Würde der Kinder ist unantastbar, auch Kinder haben ein Recht auf die Respektierung ihrer Persönlichkeit. Dieses Gesetz wurde im Jahr 2000 vom Deutschen Bundestag beschlossen.Der Deutsche Kinderschutzbund ruft seit 2004 zum "Tag der gewaltfreien Erziehung" auf. Der Tag soll Eltern stärken, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen, sowie daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für ein gewaltfreies Aufwachsen aller Kinder trägt.

Anlässlich des Tags der gewaltfreien Erziehung am 30. April macht der Kinderschutzbund auf die prekäre Lage vieler Kinder während der Corona-Krise aufmerksam.

Dazu erklärt Ekin Deligöz, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes: „Das vergangene Jahr war für Familien kein einfaches. Und nach allem, was wir absehen können, werden auch die kommenden Wochen geprägt sein von Schul- und Kitaschließungen und von Isolierung im eigenen Haushalt. Für einige Kinder aber ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort.“

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Ulm hält nach wie vor jede*r Sechste eine Ohrfeige für angebracht. Ganze 42 Prozent halten einen „Klaps auf den Po“ nach wie vor für ein zulässiges Mittel in der Kindererziehung. Dafür, dass Demütigungen, Liebesentzug und Herabsetzungen Formen der Gewalt sind, gibt es bislang nur wenig Bewusstsein.*

Der Bundesverband des Kinderschutzbundes widmet sich diesen Fragen in diesem Jahr bei einer digitalen Fachtagung. Mit Vorträgen unter anderem von Professor Jörg Fegert (Kinder- und Jugendpsychiater am Universitätsklinikum Ulm und Professorin Sabine Andresen (Vize-Präsidentin des DKSB, Universität Frankfurt (Main)) wird die Situation von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres Rechts auf gewaltfreie Erziehung beleuchtet.

Der Kinderschutzbund hilft Kindern und Eltern darüber hinaus ganz konkret vor Ort. So können sie sich jeden Tag-Tag zwischen 15 und 19h an die kostenlose telefonische Beratung des Kinderschutzbundes unter 116 111 wenden. Auch Eltern, die sich sehr herausgefordert fühlen, sind eingeladen, Kontakt über das Elterntelefon aufzunehmen 0800 111 0 550.

https://www.dksb.de/de/artikel/detail/studie-jeder-sechste-haelt-ohrfeigen-in-der-erziehung-fuer-angebracht/

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Pressekontakt

Beatrix Neuhaus
0160 96365043
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